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15.04.2007 | Stefanie Hasler
Auch kleine Doppelhausgärten mit relativ schmalem Grundstück bieten genügend Platz für einen schönen Garten mit den unterschiedlichsten Nutzungen. Hier geben wir Ihnen einige Tipps, worauf Sie bei der Planung und Anlage Ihres Hausgartens achten sollten.
Bevor es konkret an die Arbeit geht, ist es sinnvoll, sich ein Konzept des geplanten Gartens zu machen. Dies ist gerade bei kleinen Grundstücken ratsam, um den vorhandenen Platz optimal ausnutzen zu können. Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen: für welche Zwecke möchte ich und meine Familie den Garten nutzen? Habe ich Freude an der Gartenarbeit und am Anpflanzen von Gemüse und Kräutern, oder ist mir eine pflegeleichte Grünfläche zum Entspannen nach Feierabend wichtiger? Wie viel Platz benötigen die Kinder zum Spielen? Machen Sie sich eine Skizze, auf der Sie den zukünftigen Garten in verschiedene Bereiche aufteilen – wie die unterschiedlichen Räume eines Hauses. Diese Planung spart Zeit und Geld und steigert die Vorfreude auf Ihren neuen Garten.
Bestimmte Regeln sind an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn zu beachten. Entsprechende Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf der Website der Stadt Herten (Suchbegriff: Rechtsprobleme an der Gartengrenze). Es empfiehlt sich, die Gestaltung der Grundstücksgrenze mit dem jeweiligen Nachbarn zu besprechen – so lassen sich eventuelle Probleme schon im Vorfeld vermeiden.
Klinker und Natursteinpflaster: natürliche Materialien für den Garten
Der nächste Schritt ist die Auswahl von geeigneten Materialien für Ihren Garten. Fachhändler und Gärtnereien führen mittlerweile ein umfangreiches Sortiment in verschiedenen Preiskategorien. Bei Materialien für Wege, Grillplatz und Terrasse gilt als Faustregel: Natursteine sind oft teurer als Produkte aus Beton, vertragen dafür aber meist auch Nutzungsspuren besser und sehen nach etlichen Jahren noch gut aus. Achten Sie bei der Materialauswahl auch auf die Baumaterialien, welche Sie bei Ihrem Haus verwendet haben – der Garten sollte dazu passen, so dass Wohnhaus und Garten eine harmonische Einheit bilden.
Pflanzen bieten Farbe und Schmuck für jede Jahreszeit
Auch bei Pflanzen gibt es eine Riesenauswahl an Farben, Formen und Eigenschaften. Bäume, Sträucher und Blumen haben je nach Art zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr ihre Blütezeit – manche tragen sogar im Winter noch bunte Früchte. Kombinieren Sie die Pflanzen so, dass es zu jeder Jahreszeit etwas zu sehen gibt! Manche Pflanzen haben jedoch auch giftige Teile; darauf sollten Sie achten, wenn in Ihrem Garten Kinder spielen. In der Gärtnerei erklärt man Ihnen gern, welche Pflanzen geeignet sind. Dies gilt ebenfalls für Bäume: in einem kleinen Garten sollten Sie keine Bäume auswählen, die später zu groß werden.
Ein Landschaftsgärtner kann Ihnen die schwierigen Arbeiten abnehmen
Nutzen Sie die Erfahrung von Gartenprofis für Ihren Garten. Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus, Baumschulen und Gärtnereien können Sie kompetent beraten. Besprechen Sie auf Grundlage Ihrer Gartenskizze, welche Arbeiten Sie selbst machen können und wollen, und welche Leistungen die Fachfirma für Sie übernimmt. So können Sie beispielweise die „Grundausstattung“ Ihres Gartens (Wege, Terrasse, Zaun, größere Pflanzen) von einem Landschaftsgärtner bauen lassen und die weitere Gestaltung schrittweise in aller Ruhe selbst durchführen. Als unabhängige Fachleute für Gartenplanung gibt es auch noch - ähnlich wie die Architekten beim Hausbau – die Landschaftsarchitekten, von denen einige auch auf die Planung von Hausgärten spezialisiert sind.
Tipps für Bauherren - Ausgabe 1 (April 2007)